Center für Alternative Technologie (CAT) Freiburg

Selbstverständnis

Das CAT ist ein Ort in Freiburg an dem wir Fragen stellen. Wie wollen wir leben? Und genauer, welche Technik brauchen und wollen wir dafür?

Wir sind uns dabei einig, dass es andere Technologien und auch ein anderes Technikverständnis bedarf, als die gegenwärtig vorherrschenden Technologien und darin begründeten Ideologien. Wir haben die Wahl und müssen dem vorherrschendem Fortschrittsideal nicht folgen.

Dabei können wir uns aus einem unüberschaubaren und noch nie dagewesenen Reichtum an Ideen aus Low und High Tech bedienen. Nützliche, wie absurde, freiheitsfördernde, wie abhängig machende, lebensfördernde, wie zerstörerische, alte, wie neue Technologien stehen uns zur Verfügung und können wohl überlegt kreativ zu einem zukunftsfähigen Mix zusammengesetzt werden.

Wir forschen und tüfteln also an konvivialer, lebensfreundlicher Technik, an einer Technik, die den Menschen mit seinen Bedürfnissen und die Gesellschaft als Ganzes im Fokus hat. Wir wollen eine Technik, die uns in Produktion, Nutzung und Unterhalt in unseren Fähigkeiten stärkt, Hierarchien vermeidet und unsere Lebensgrundlagen schont. So ist zumindest unsere Vision und unser Anspruch.

Ein Grundpfeiler unseres Selbstverständnisses ist es unser Wissen zu teilen. So veröffentlichen wir unsere Konstruktionen als Open Source Baupläne mit der Bedingung, dass alle daraus folgenden Weiterentwicklungen auch veröffentlicht werden müssen, ob dies in privatem oder kommerziellem Interesse geschieht, ist unerheblich.

Zum Beispiel erfahren wir immer wieder aus von Solawis und kleinbäuerlichen Betrieben, dass es eine Lücke zwischen Handgeräten und teurer, abhängig machender Großtechnik gibt. Diese Lücke wollen wir beginnen zu füllen. Und dies zusammen mit den Menschen, die die Technik anwenden und unterhalten.

L‘Atelier Paysan aus Frankreich ist hier ein Vorbild und Partner.

Das Thema Ernährung hat sich dabei als passender Rahmen ergeben, in dem wir tätig sind. Und dies im weiter gefassten Sinn von Agrikultur, also von der landwirtschaftlichen Erzeugung, der Logistik, der Lebensmittelverarbeitung und -konservierung bis hin zu alternativen Sanitärsystemen, die die Stoffkreisläufe schließen. Im Prinzip geht es aber um sämtliche Bereiche in denen Technik sinnvoll eingesetzt werden kann.

Wir verstehen uns auch als Realexperiment für eine solidarische Produktions- und Wirtschaftsweise bei der wir „gute Arbeit“ schaffen, ein sinnstiftendes Tätigsein mit Abwechslung, Tiefe und ganzheitlichem Anspruch.

Wie wäre es, wenn wir die Produkte des täglichen Bedarfs anhand von lokal angepassten Open Source Bauplänen lokal im nächsten Handwerks- oder kleinen Gewerbebetrieb produzieren lassen würden?

In der p3-Werkstatt haben wir die Möglichkeit praktisch zu werden, mit Holz und Metall zu arbeiten. Auch das FREIlab, eine offene Werkstatt in Freiburg, bietet dafür Raum. Hier konnten wir erste Projekte umsetzen und Erfahrungen sammeln (siehe unten).

Wir sehen uns als einen Puzzlestein eines wachsenden, vielfältigen Netzwerkes an Initiativen, Werkstätten, Einzelpersonen, Produzent*innen, Nutzer*innen, das für eine sanfte Technik im menschlichen Maß eintritt. Wir wollen mit dem CAT die Sichtbarkeit für ein konviviales Technikverständnis erhöhen, Raum für Austausch bieten, gemeinsam unsere Fähigkeiten ausbauen, experimentieren, lernen, Wissen weitergeben, Workshops geben und im Prozess gutes Leben leben. Und wir sind ein offenes Netzwerk, das allen offen steht, die sich hier einbringen wollen und Interesse mit bringen.

Meldet Euch, wenn Ihr

  • Lust habt zu konstruieren und zu werkeln
  • Anregungen und Ideen habt
  • Leute kennt, die wir/ uns kennenlernen sollten
  • Einen technischen Bedarf habt, eine technische Aufgabe habt, die es zu lösen gilt
  • einen Workshop zu konvivialer Technik machen wollt
  • ihr uns mit einer (Werkzeug-)Spende unterstützen wollt
  • oder einfach so!

Kontakt:  cat ÄT agronauten.net

Philipp Köder

Philipp vertreibt sich seine Zeit schon immer mit Herumtüfteln und macht Zeichnungen von allerhand Fahrzeugen mit Pedalen. Er ist Biologe und Umweltingenieur, der es liebt mit Metall zu arbeiten. Www.pedalkreis.org

Benjamin Elizaldé

Benjamin beendet gerade sein MasterStudium „Environmental Governance“ an der Uni Freiburg. Er war schon immer interessiert an kleinteiliger Landwirtschaft, ökologischem Gartenbau sowie Selber-machen und tüfteln. Ursprünglich kommt er aus Chile, wo er auch Erfahrungen im Holz- und Metalbau machte.

Peter Volz

Peter ist Linkshänder und hat zwei linke Hände, interessiert sich jedoch für den Aufbau selbstorganisierter Strukturen, alternativer Wirtschaftmodelle und der Philosophie „small is beautiful“ von Fritz Schuhmacher (wie Peter ein Rheinländer).

DIE AGRONAUTEN
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