Europäische Agrarpolitik ändern mit IPES

Am 7. Februar 2019 veröffentlichte die Organisation IPES (International Panel of Experts on Sustainable Food Systems, IPES-Food) den Report „Towards A Common Food Policy for the EU“ (HIN ZU EINER GEMEINSAMEN LEBENSMITTELPOLITIK FÜR DIE EUROPÄISCHE UNION – Die für den Aufbau von nachhaltigen Lebensmittelsystemen in Europa erforderliche Reform und Neuausrichtung der Politik). 

Der Report und die Zusammenfassung sind unter diesem Link (report and executive summary) zum kostenlosen Download zur Verfügung, Zusammenfassung gibt es auch in deutscher Übersetzung. Für die Freunde sozialer Medien gibt es auch: #CommonFoodPolicy

Der Report präsentiert einen Gegenentwurf zur europäischen gemeinsamen Agrarpolitik und fordert eine grundlegende Reform hin zu einer gemeinsamen Lebensmittelpolitik (“Common Food Policy”). Diese hat einen viel umfassenderen Ansatz, weil es nicht “nur” um Landwirtschaft, sondern auch um Gesundheit, ökonomische Resilienz, internationale Wirtschaftspolitik, Landschaft, Ressourcenschutz etc geht. Es geht auch darum, wie die Entscheidungen in der EU gefällt werden und wie die verschiedenen sektoralen Administrationen kohärent zusammenarbeiten – mit einem klaren Fokus: nachhaltige Transition der Ernährungspolitik.

Diese umfassende Vision setzt 80 konkrete Reformvorhaben auf die Agenda, es ist das Ergebnis der kollektiven Intelligenz von mehr als 400 Bauern und Bäuerinnen, Unternehmerinnen und Unternehmern aus dem Agrar- und Ernährungssektor, Vertretern der Zivilgesellschaft, Forschung und politischen Entscheidungsträgern. In einem 3-jährigen Prozess wurde dieser Report unter der Leitung von Olivier de Schutter (IPES, ehemals UN Sonderbeauftragter für das Recht auf Nahrung) zusammengestellt.

Die gemeinsame Agrarpolitik der EU adressiert nicht die riesigen Herausforderungen der Ernährungssysteme – deswegen gibt es jetzt den Plan B: Die GEMEINSAME LEBENSMITTELPOLITIK FÜR DIE EUROPÄISCHE UNION! So sollen so unterschiedliche Themen wie Klimawandel, Verlust von Biodiversität, Übergewicht und Zukunft der Landwirtschaft für die nächste Generation mittels eines integrierten Ansatzes angegangen werden.

Eine sehr gute Zusammenfassung gibt es von Philipp Stierand (Speiseräume) hier: https://speiseraeume.de/ipes-der-weg-zu-einer-gemeinsamen-eu-ernaehrungspolitik/

Er, genau wie der Hauptautor Olivier de Schutter, waren 2018 in Freiburg um im Rahmen des Projektes ein „Freiburg Local Lab“ zu veranstalten – der Wegbereiter zum Ernährungsrat Freiburg!

 

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